Warum geht es?

Trinkwasser-Initiative

Die Volksinitiative «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung» fordert, dass Betriebe, die chemisch-synthetische oder natürliche Pflanzenschutzmittel einsetzen oder Futter für ihre Tiere zukaufen, keine Direktzahlungen mehr erhalten.  

Obwohl die Bauernfamilien viele vorbeugende Massnahmen treffen, können sie nicht immer verhindern, dass Krankheiten oder Schädlinge ihre Obstanlagen, Gemüsefelder, Rebstöcke oder andere Kulturen befallen und damit die Ernte bedrohen. Für diesen Fall sind sie darauf angewiesen, dass sie diese mit von den Behörden bewilligten Mitteln behandeln können. Immer öfters kommen biologische Mittel zum Einsatz. 

Hühner und Schweine sind keine Grasfresser, sondern wie wir Menschen Allesfresser. Sie ernähren sich von Getreide und anderen Ackerkulturen. Nicht jeder Betrieb verfügt über ausreichend oder überhaupt ackerfähige Fläche. Vor allem jene im Hügel- und Berggebiet nicht. Die wenigstens könnten deshalb ihre Schweine oder Hühner nur mit betriebseigenem Futter ernähren. 

Da ihnen die Direktzahlungen mit der Trinkwasser-Initiative verweigert würden, müssten sie auch die damit verbundenen ökologischen Auflagen nicht mehr erfüllen oder sie geben die Produktion ganz auf.

Pestizidfrei-Initiative

Die Volksinitiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» will den Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln gesamthaft verbieten. Die Händler dürften auch nur noch Lebensmittel importieren, die ohne synthetische Pflanzenschutzmittel produziert worden sind. Das entspricht einer wesentlichen Anforderung in der biologischen Produktion. Die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten können so nur noch Bioprodukte pflanzlicher Herkunft kaufen und die Kosten für das Essen würden sich folglich stark erhöhen. Die Gefahr einer schlechteren Produktqualität und -haltbarkeit wären weitere Folgen.  

Ob sich die Importauflagen aufgrund unserer WTO-Verpflichtungen (World Trade Organisation) überhaupt durchsetzen liessen, ist noch unklar. Ist dies nicht der Fall, wäre es ein enormer Konkurrenznachteil für die Schweizer Landwirtschaft, die trotzdem zu einem politisch erwirkten Bioland Schweiz werden müsste.

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Wir sind auf Ihre Unterstützung angewiesen!

Damit die Öffentlichkeit versteht, was bei diesen Abstimmungen auf dem Spiel steht, ist es unerlässlich, dass wir unsere Mitbürger über die Produktionsmethoden informieren und darüber, was bei solchen Abstimmungen auf dem Spiel steht. Wir müssen dies gemeinsam tun!

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